Leseverstehen

Lesen professionell unterrichten – Lehrkräftebildung auf dem Prüfstand. Hier finden Sie das aktuelle Positionspapier zum Thema

Die Sprecher*innen der AG sind

Dr. Johannes Wild

Leseverstehen

Universität Regensburg

johannes.wild@ur.de

Universität Koblenz

mlinnemann@uni-koblenz.de

Arbeitsgemeinschaft Leseverstehen

Zielsetzung

Die Arbeitsgemeinschaft Leseverstehen bietet denjenigen Wissenschaftler:innen eine Möglichkeit des Austausches, die ein Interesse an der deutschdidaktischen Erforschung des Gegenstandes Leseverstehen haben. Die AG dient der Profilierung des Forschungsfeldes Leseverstehen als eigenständiger deutschdidaktischer Bereich mit Bezügen zur Literaturdidaktik, Mediendidaktik sowie Sprachwissenschaft, Psychologie und Erziehungswissenschaft. Übergeordnetes Ziel ist es, den deutschdidaktischen Diskurs zur Thematik des Leseverstehens voranzubringen, die Arbeitsbereiche der Deutschdidaktik untereinander zu vernetzen, die Forschung international an schlussfähig und in bildungspolitischen Kontexten verstärkt sichtbar zu machen. Regelmäßige AG-Treffen sollen eine Vernetzung der interessierten Mitglieder des Symposion Deutschdidaktik aller Qualifikationsstufen, die Diskussion von Forschungsarbeiten und die Planung von gemeinsamen Forschungsvorhaben ermöglichen.

Inhalte und Fragestellungen

Im Fokus der AG-Arbeit stehen Verstehensprozesse und ihre potenziellen leser- und textseitigen Einflussfaktoren hinsichtlich unter schiedlicher Textsorten und Gattungen, Zusammenhänge mit lesespezifischen und weiteren sprachlichen Kompetenzen wie dem Schreiben und der Sprachreflexion, Fragen der Diagnostik und (mediengestützten) Förderung im Regelunterricht, die (gattungs-/textsortenbezogene) Vermittlung im Deutsch- und Sachfachunterricht und Aspekte der Professionalisierung von Lehrpersonen. Zudem soll ein Austausch über qualitative und quantitative Forschungsmethoden stattfinden sowie theoretische und (inter-) disziplinäre Zugänge diskutiert werden. Betrachtet werden sowohl der Übergang vom Primar- in den Sekundarstufenbereich, die Sekundarstufe als auch die universitäre und unterrichtspraktische Lehrer:innenbildung. Betrachtet werden sowohl der über den Anfangsunterricht hinausgehende weiterführende Primarbereich und die Sekundarstufe als auch die universitäre und unterrichtspraktische Lehrer:innenbildung.

Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Wie sieht die aktuelle deutschdidaktische Forschungslandschaft zum Leseverstehen bzw. zum Leseprozess aus?
  • Wie lassen sich Befunde aus den verschiedenen deutschdidaktischen Disziplinen einerseits und den Befunden der kognitionspsychologischen Forschung andererseits aufeinander beziehen?
  • Welche Einflussfaktoren auf das Lesen sollten in der deutschdidaktischen Forschung näher betrachtet werden?
  • Welche Spezifika kennzeichnet das Lesen von literarischen Texten und non-fiktionalen Texten, welche Gemeinsamkeiten liegen vor?
  • Was unterscheidet den Leseprozess im Deutschunterricht vom Fachunterricht und wie lässt sich das Lesen in den Fachunterricht integrieren?
  • Wie lassen sich die Teilkomponenten des Lesens reliabel und valide messen und für diagnostische Zwecke nutzbar machen?
  • Welche evidenzbasierten lesedidaktischen Förderkonzepte gibt es?
  • Welchen Einfluss kann die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft auf lesedidaktische Konzepte an Schulen und Hochschulen nehmen?
  • Welche Maßnahmen sind erforderlich, um Leseförderung nachhaltig in Schule und Unterricht zu implementieren?
  • Welches Wissen über Leseförderung liegt bei Lehrkräften und Studierenden vor und welche Schwerpunkte sollten in der Ausbildung von Lehrkräften gesetzt werden?
  • Welche qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden sind geeignet, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten?